Vereinschronik

Das 140-jährige Jubiläum veranlasste uns, diesen Rahmen festlich zu begehen und wieder einmal Rückschau zu halten sowie 140 Jahre einer bewegten Vereinsgeschichte zu resümieren.


Wohl niemand der damaligen Gründer hätte damit gerechnet, dass man 140 Jahre später von ihrem gegründeten Gesangverein mit dem beziehungsreichen Namen „Concordia“, übersetzt: „Eintracht / Einigkeit“, reden bzw. diese sogar „leben“ würde.

Es waren einige wenige Idealisten, die sich damals in der Gastwirtschaft Sieben zusammenfanden, um diesen neuen Verein zu gründen. Viel Mut und Zuversicht gehörte dazu, denn zur damaligen Zeit bestanden schon zwei Gesangvereine, der „Ältere“ und die „Germania“. Mit viel Energie und Ausdauer ging es an die Vorbereitungen. Bei der bald darauf anberaumten Gründungsversammlung konnten die Initiatoren bekannt geben, dass bereits 98 Mitglieder-Anmeldungen vorlagen, davon waren 42 aktive Sänger. Ein stolzer Anfang. Die Versammlung wählte Philipp Höfle zu ihrem 1. Vorsitzenden und Philipp Kaltenborn zum Chorleiter.


Bereits nach einem Jahr feierte man das 1. Gesangfest im Anwesen des Mitgliedes Georg Kron, verbunden mit einer Fahnenweihe. Viel Idealismus und Opferbereitschaft von allen, insbesondere von der Vereinsführung und dem rührigen Dirigenten Philipp Kaltenborn, waren erforderlich, ein solches Fest nach so kurzer Zeit der Gründung auszurichten. Der Anfang war gemacht.

Im Jahre 1885 übernahm Georg Klock das Amt des 1. Vorsitzenden, nachdem Philipp Höfle von diesem Posten zurücktrat. Dank dessen Tatkraft war es gelungen, in den zwei Jahren seiner Amtszeit dem Verein Achtung und Anerkennung zu verschaffen und zu einem festen Bestandteil im Vereinsleben und im Dorfgeschehen zu verhelfen.


Georg Klock leitete den Verein volle 35 Jahre bis 1920. Für eine so lange Zeit das Vertrauen der Mitglieder zu erhalten, gehörte wohl – trotz der geschichtsträchtigen Jahre - ein großes Können in der Vereins- und Menschenführung. Unter seiner Leitung erreichte der Verein ein beachtliches Niveau. Die Hauptaufgabe galt der Pflege des Gesangs, insbesondere des deutschen Liedes. Der Chor fand infolge seines hohen Leistungsstandes nicht nur innerhalb der Gemeinde, sondern weit über deren Grenzen hinaus Anerkennung.


Während der Präsidentschaft von Georg Klock leiteten folgende Herren den Chor:

         1885 Lehrer Jörg

1885-1892 Lehrer Freund

1892-1896 Lehrer Hofmann

1896-1897 Johann Kaltenborn

1897-1900 Heinrich Müller

1900-1902 Lehrer Boxheimer

                  anschl. bis

        1948 wieder Heinrich Müller

                 (ab 1923 unterstützt von seinem Sohn Georg Müller)


Im Jahre 1908 feierte die Concordia das 25-jährige Bestehen im Anwesen von Karl Josef Boxheimer, verbunden mit einer Fahnenweihe, da die alte zerschlissen war.

Der Aufwärtstrend des Vereines wurde überschattet und ganz unterbrochen durch den 1. Weltkrieg. Viele Sangesbrüder wurden zu den Waffen gerufen. Ein geregeltes Vereinsleben war nicht mehr möglich. Zwölf Mitglieder waren gefallen. Erst nach einiger Zeit konnte das Vereinsleben wieder in Gang gebracht und die Singstunden dank der Initiative des damaligen Vorstandes wieder aufgenommen werden.


Im Jahre 1920 legte Georg Klock nach 35-jähriger, überaus erfolgreicher Tätigkeit sein Amt nieder. Georg Hertlein übernahm übergangsweise den Vorsitz, den er 1921 an Fritz Lenhart abgab. Letzterer leitete den Verein in einer sehr schweren Zeit, die Zeit der französischen Besatzung, der Inflation und der großen Arbeitslosigkeit.


Als 1933 das Dritte, sogenannte „1000-jährige Reich“ anbrach, konnte man zwar noch das 50- jährige Vereinsjubiläum feiern, aber dann griffen politische Vorgaben. Die mittlerweile drei Gesangvereine unserer Gemeinde wurden „gleichgeschaltet“, wie es damals so schön hieß. Fortan sollte es nur noch einen Gesangverein in Abenheim geben. Der dadurch erhoffte große Aufschwung blieb jedoch aus. Viele erkannten den politischen Hintergrund des Zusammenschlusses und blieben dem neuen Verein fern.


Am 1. September 1939 brach der 2. Weltkrieg aus. Deutschland und andere beteiligte Länder versanken in Schutt und Asche. Noch viel größer war das Leid und die Opfer, die dieser Krieg an der Front und in der Heimat forderte. Und als er im Mai 1945 zu Ende war, hinterließ er Not und Elend.

Doch bereits im Sommer 1945 fanden sich einige Getreue der Concordia, um ihren Präsidenten Fritz Lenhart und Heinrich Müller im privaten Kreis zusammen, um über eine Wiedergründung zu beraten. Ein 1946 gestellter Antrag wurde von der Besatzungsmacht abgelehnt. Die Idee wurde damit jedoch nicht aufgegeben. Einem 1948 erneut gestellter Antrag wurde stattgegeben. Die Wiedergründungs-versammlung fand unter außerordentlich großer Beteiligung statt. Johann Aumann III. übernahm den Vorsitz. Heinrich Müller wollte aus Altersgründen die Leitung des Chores nicht mehr übernehmen und übergab den Dirigentenstab an seinen Sohn Georg Müller. Aufgrund seiner großen Verdienste in seiner jahrzehntelangen Tätigkeit als Chorleiter wurde Heinrich Müller zum Ehrendirigenten, der ebenfalls ausscheidende 1. Vorsitzende Fritz Lenhart zum Ehrenvorsitzenden sowie die beiden noch lebenden Gründer Georg Jennewein und Leonhard Konrath zu Ehrenmitgliedern ernannt.


Man stand vor einem völligen Neubeginn. Sämtliches Inventar und die beiden Vereinsfahnen waren in den Nachkriegswirren verloren gegangen. Mit viel Eifer aller ging es an die Arbeit. Die Singstunden wurden wieder aufgenommen. Der Chor erreichte eine beachtliche Stärke von 70 Sängern. Der Erfolg blieb nicht aus, zumal alle mit Begeisterung bei der Sache waren. Eine stete Aufwärtsentwicklung folgte. Der Chor nahm an Kreisliedertagen, Sängerfesten usw. teil und seine guten Leistungen wurden überall anerkannt.

Im Jahre 1953 feierte der Chor das Fest das 70-jährige Bestehen in einem Festzelt auf dem Sportplatz unter großer Beteiligung der Gemeinde. Eine neu angeschaffte dritte Fahne wurde an diesem Jubiläums-Fest feierlich geweiht. Der auf der Fahne festgehaltene Wahlspruch lautet: „Rein muss das Herz des Sängers sein!“

Diese Festtage konnten noch drei lebende Gründer mitfeiern. Es waren dies die Sangesbrüder: Leonhard Konrath, Gregor Jennewein, Andreas Höhn.

 

Wiederum fünf Jahre später feierte man 1958 das 75-jährige Gründungsfest. Auch hier unter sehr großer Beteiligung der Dorfgemeinschaft und vieler Brudervereine mit einem Begrüßungsabend, Festkonzert und einem Festball, sowie einem bunten Abend. Es war ein weiterer Meilenstein in der Geschichte der Concordia.


Das 90-jährige Wiegenfest wurde 1973 unter der Präsidentschaft von Hans Ketterle begangen, der dieses Amt von Ehrenpräsident Johann Aumann III. 1969 übernahm. Gefeiert wurde allerdings in einem kleineren Rahmen in der Festhalle.

Immerhin nahmen ungefähr 30 Brudervereine daran teil, die maßgeblich mithalfen, das Fest zu gestalten.


Ende 1974 legte, der sich sehr um den Verein verdient gemachte 1. Vorsitzende Hans Ketterle sein Amt wegen Arbeitsüberlastung nieder. An seine Stelle trat ab dem 1.1.1975 Josef Gander bis 1983, ab 1.1.1984 übernahm Hans Diehl die Geschicke des Vereins.

Nach 50-jähriger Dirigententätigkeit trat Herr Georg Müller im Januar 1977 von seinem Posten zurück und ging in den wohlverdienten Ruhestand. In Anerkennung seiner großen Verdienste als Chorleiter für ein halbes Jahrhundert wurde er zum Ehrendirigenten ernannt. Den Chor übernahm Manfred Boxheimer, ein junger, dynamischer Mann. Er leitet den Chor bis 1987. Danach trat Hans-Philipp Schwöbel die Nachfolge an. Außer dem althergebrachten Chorgesang und den deutschen Volksliedern zeigte er auch Interesse an neuer Chorliteratur. Der Chor selbst erfuhr eine totale Verjüngung. Das Durchschnittsalter der Sänger betrug in dieser Zeit 35 Jahre. Durch gute Zusammenarbeit zwischen dem Dirigenten und den Sängern erreichte der Chor einen hohen Leistungsstand. Dieser zeigte sich beim jährlichen Kräftemessen wie Wertungssingen, Preis- und Kritiksingen usw.


Anerkennung fand die durch die Concordia geleistete Öffentlichkeitsarbeit auch bei politischen Verantwortlichen der Bundesrepublik. Aus Anlass des 100-jährigen Bestehens wurde uns und einigen Brudervereinen des Sängerbundes Rheinland-Pfalz deshalb für erfolgreiche Arbeit in der Chorpflege und für die Allgemeinheit geleistete gemeinnützige Kulturarbeit durch den Bundespräsidenten im Rahmen einer Festveranstaltung am 15. Mai in Zell an der Mosel die Zelter-Plakette verliehen.


Das Vereinsleben des Gesangverein Concordia 1883 Worms-Abenheim wird nach den Vorgaben der selbst gegebenen Vereinssatzung von einem geschäftsführenden Vorstand geleitet. Es sind Männer, die meist noch im Berufsleben stehen und Familien haben. Dennoch nehmen sie sich die Zeit, sich in einem Verein in die Führung wählen zu lassen, Verantwortung zu tragen, um das Bestehen und Weiterleben dieser Concordia zu sichern.


Im Jahre 1994 legte Hans Diehl nach 10 Jahren erfolgreichem Vorsitz das Präsidentenamt nieder und übergab an seine bisherige rechte Hand, Josef Hirsch. Dieser leitete die Geschicke des Vereins bis 2000 und wurde von unserem heutigen 1.Vorsitzenden Michael Diehl abgelöst.

Auch die musikalische Leitung unterlag einem Wandel. Nach H.-P. Schwöbel, einem sehr renommierten und sehr engagierten Dirigenten, der im Kreis Worms und Umgebung unzählige Erfolge aufzuweisen hatte, entschied sich die Vereinsführung der Concordia im Jahre 1996 für den Abenheimer Klaus Boxheimer als neuen Dirigenten. Sowohl unter H.-P. Schwöbel als auch unter Klaus Boxheimer erreichte der Chor etliche 1.Plätze bei Chorwettbewerben.


Öffentliche Auftritte aufzuzählen wäre zu viel, aber hervorheben kann man das Herbstkonzert im November 1987, das mit viel Anklang von der Bevölkerung angenommen wurde. Es erfolgte ein Gemeinschaftskonzert zum 250. Jubiläum der Abenheimer Pfarrkirche. Ein großer Liederabend im Oktober 1988 folgte.


Im September 1989 hatte dann der Gesangverein Concordia (kurz: GVC) einen seiner größten Auftritte zu verzeichnen. Eine Konzertreise nach Kanada. Deutsches Liedgut über den großen Teich zu bringen war seine Aufgabe. Mit weiteren drei Vereinen aus dem Umkreis unter der Leitung von H.P. Schwöbel, wurde diese Reise zu einem Erlebnis und gab dem Verein Lob und Anerkennung.


Ein weiterer Meilenstein war das Jubiläum des 110-jährigen Bestehens unseres Vereins. Zusammen mit unseren befreundeten Vereinen, die mit ca.1500 Sängern die Feier unterstützten, schafften es die Aktiven der Concordia ein denkwürdiges Fest auf die Beine zu stellen, welches in weitem Umkreis seines Gleichen suchte.


Das Herbstkonzert im November 1998 aus Anlass des 115-jährigen Gründungsjubiläums, nutzte der Verein zur Ehrung verdienter Mitglieder. Als 2003 das 120-jährige Fest anstand, überlegte der Vorstand lange in welchem Rahmen dieses, im Hinblick auf das große Jubiläum 2008, ausgetragen werden sollte. Man entschied schließlich, die Feierlichkeiten auf dem Gelände der Klausenbergschule abzuhalten. Dies entpuppte sich, bei traumhaftem Wetter, als Glücksgriff. Sowohl die Gospelnight in der Turnhalle als auch Open-Air-Oldie-Night und der Tag der Abenheimer Vereine am Pfingstsonntag wurden von den Abenheimern begeistert angenommen.


Weitere Veranstaltungen im Festjahr 2003 waren eine Konzertreise zum Chorfest des Deutschen Sängerbundes in Berlin mit enormer Beteiligung der Sänger und ein Kirchenkonzert in der Pfarrkirche Abenheim. Eine weitere Anerkennung seiner kulturellen Leistungen erfuhr der Verein durch die Verleihung des Wappenschildes des Landes Rheinland-Pfalz.

Das Jahr 2005 war für die Concordia ein goldenes. Der Verein unternahm eine Konzertreise nach Salzburg, die von einem Auftritt im dortigen Dom gekrönt wurde.


Der absolute Höhepunkt der Vereinsgeschichte wurde von den Sängern um Klaus Boxheimer am 20. November 2005 verwirklicht. Zum ersten Mal durfte sich der Gesangverein Concordia Meisterchor nennen. Der begehrte Meisterchortitel wurde beim Meisterchorsingen in Nickenich mit über 60 Sängern erreicht.


Es folgten weitere Auftritte und Chorwettbewerbe, z.B.:

  • das Benefizkonzert der Stadt Worms für die Flutkatastrophe in Südostasien 2005 im Städtischen Festhaus Worms
  • "Chor und More", unter diesem Motto wurde 2008 das 125-jährige Jubelfest gefeiert. Zu diesem Anlass wurden verdiente Sänger und Mitglieder geehrt. Fast 70 Sänger standen auf der Bühne. 60 Chöre mit rund 2000 Sängerinnen und Sänger wurden sonntags erwartet. Nach dem musikalischen Frühschoppen mit 13 Chören, war das Weinpreissingen der kulturelle Höhepunkt. 47 Chöre hatten sich dazu gemeldet. Das Wertungssingen wurde wegen des großen Andrangs gesplittet und fand sowohl im Festzelt auf dem Kerweplatz als auch in der Abenheimer Festhalle statt. Für den Abschluss des 125-jährigen Jubelfestes war es der Concordia gelungen, durch Erich Jakob die wohl bekannteste Coverband aus Rheinhessen, die „Family“ nach Abenheim ins Festzelt zu locken. Es war mit 1250 Gästen das Mega-Event!
  • die Kreisliedertage in Mörstadt 2009. Das Leistungssingen wurde mit zweimal „sehr gut“ bewertet.
  • Regionalleistungssingen in Offstein 2010. Hier errang die Concordia zweimal „sehr gut“ und einmal „gut“ und wir waren somit auf dem besten Wege, den 2005 errungenen Meisterchor zu erneuern, was mit 54 Sängern im Jahre 2011 gelang. Zum zweiten Mal durften wir uns nach dem Aufritt in Plaidt „Meisterchor“ nennen. 


Schöne und erlebnisreiche Tage waren unsere Mehrtagesausflüge. 2006 waren wir in Waaging am See, 2010 ging es nach Obernzell und Passau. 2015 fuhren wir nach Willingen im Rothaargebirge. Hervorzuheben war die Viertagesfahrt 2012 in die sächsische Hauptstadt Dresden. Bei dem Auftritt in der vollbesetzten Frauenkirche erntete der Chor viel Applaus.


Für das 130-jährige Jubiläum 2013, das man wieder in einem kleineren Rahmen feierte, legte man sich eine neue Sängerkleidung zu. Zu diesem Jubiläum organisierte man den Kreisliedertag in Abenheim. Gefeiert wurde das Jubelfest mit 19 Chören im Weingut Dr. Schreiber. Die drei Chorleiter, die den Verein geprägt haben, Klaus Boxheimer, Hans-Philipp Schwöbel und Manfred Boxheimer standen auf der Bühne.


  • Beim Weinpreissingen 2014 in Bürstadt erreichte der Chor den ersten Platz und den Dirigentenpreis. Außerdem waren wir beim Chorfestival Rheinhessen in Oppenheim vertreten und sangen in der Bartholomäuskirche.
  • Ein weiterer Auftritt war beim 90-jährigen Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Abenheim, dem die Concordia gesanglich gratulierte.
  • Bei Konzerten waren wir in Altenkirchen, Eich, Leiselheim und Fussgönnheim.
  • Hervorheben muss man das Konzert 2015 in Worms in der Dreifaltigkeitskirche mit dem Ü-60-Chor, Worms-Wonnegau zu dem der Gesangverein Concordia eingeladen war.
  • Gerne gesehen wurde die Concordia auch beim Pfarrfamilienfest in Abenheim, ohne die zahlreichen anderen Auftritte zu vergessen.
  • Den Kreisliedertag 2016 in Offstein nahmen wir zum Anlass, die erste und zweite Stufe zum Meisterchor zu erneuern, die man mit Bravour bestand. Wir durften uns fortan „Leistungschor“ und „Konzertchor“ nennen.
  • Der Auftritt bei den Marktwinzern 2017 in Worms war für den Chor ein toller Erfolg. Bei herrlichem Wetter und gutem Wein waren die Zuhörer begeistert.
  • Weitere Auftritte hatten wir 2017 bei Konzerten in Dexheim und Eppelsheim.
  • Mit den Kirchenkonzerten 2017 und 2019 in der St. Bonifatius-Kirche in Abenheim lag man voll im Trend. Die Zuhörer waren bei den ausverkauften Konzerten begeistert und spendeten stehend Applaus. Zum ersten Mal sangen die beiden vereinseigenen Gruppen „Wäschbachlerchen“ und „Schoppepetzer“ mit.
  • Alle Aktivitäten und Auftritte standen 2018 ganz im Zeichen des 135-jährigen Jubelfestes. Der Höhepunkt war das Meisterchorsingen in Wirges. Man durfte sich zum dritten Mal „Meisterchor“ nennen, das im Vereinsheim gebührend gefeiert wurde.
  • „Rheinland-Pfalz singt“! War der Slogan zum Landes-Chorfest bei herrlichem Wetter in Mainz 2019. Wir waren mit dem Chor und den Wäschbachlerchen auf verschiedenen Bühnen bestens vertreten.


Die Corona-Pandemie 2020 dämpfte jegliche Aktivitäten und brachte den Verein fast vollständig zum Erliegen. Man versuchte alles, um das Vereinsleben zu erhalten. Eine große Herausforderung, die fast zwei Jahre dauerte. Aber es hat sich gelohnt!

Nach der Wiederaufnahme der Singstunden gelang es trotz leidvoller altersgemäßer Sängerverluste, die Sängerzahl kontinuierlich zu steigern und auf stattliche 46 Sänger im Chor zu erhöhen. Hierfür gilt der Dank dem Vorstand, der nie aufgab und sich jeder Herausforderung zu stellte.


Nach fast zwei Jahren der Pandemie war unser erster öffentlicher Auftritt 2021 beim Chorfestival in Worms auf dem Obermarkt.

Auch Ehrungen wurden wegen der Pandemie nachgeholt. Bei einem bunten Nachmittag 2022 im Weingut Boxheimerhof mit befreundeten Chören wurde Klaus Boxheimer für 25-jährige Tätigkeit als Dirigent geehrt. Weiterhin wurden verdiente Sänger durch den Verein und den Kreis-Chorverband geehrt.

Bei herrlichem Wetter feierten wir an Pfingsten 2023 zwei Tage lang das 140-jährige Jubiläum im Weingut Best. Bei Chor- und Live-Musik konnte man sich auf der Party-Meile vergnügen. Auch 10 befreundete Chöre sorgten mit ihrem Gesangsrepertoire für einen kurzweiligen Nachmittag. Auch bei diesem Jubiläum wurden Ehrungen vorgenommen.


Mit einem besonderen Highlight überraschten wir die Zuhörer abermals beim ausverkauften Kirchenkonzert 2023 in der St.-Bonifatius-Kirche in Worms-Abenheim. Eine künstlerische Illumination des Chorraumes, bei der die Lichtstimmung im Kirchenraum sich dem jeweiligen Chorgesang anpasste, begeisterte die Zuhörer, die noch auf dem Nachhauseweg von den Gesängen des Chores und der farbenprächtigen Wohlfühlatmosphäre umschlungen waren.


Unsere Hauptaufgabe liegt zwar in der Pflege des Chorgesanges und des deutschen Liedes, jedoch ist die Geselligkeit bei uns ebenfalls von großer Bedeutung. Sie ist Vereinskultur. Stets sehr gut besucht sind unsere Weihnachtsfeiern mit Theateraufführung, Fastnachtssitzungen, Kinderkräppelkaffee, Bierfest, Oldie-Night, Schlachtfest, unsere Vereinstages- und Mehrtagesausflüge. Großen Anklang findet auch unsere seit mittlerweile 44 Jahren bestehende vereinseigene Straußwirtschaft während der Abenheimer Kerwe.


Wir beteiligen uns am Fastnachtsumzug der Abenheimer Straßenfastnacht, Fussballturnieren des FSV, Tauziehen der freiwilligen Feuerwehr und dem Vereinswettschiessen der Schützengesellschaft. Außerdem existiert eine Laienspielgruppe, die mit abendfüllenden Theaterstücken für Furore sorgt. Auch bei den anderen Abenheimer sowie auswärtigen Vereinen ist die Concordia ein gerngesehener Gast.


Die vielseitigen und zahlreichen Aktivitäten unseres Vereins geben im Altersdurchschnitt jüngeren Mitgliedern ein Gefühl einer Familie, die keine Berührungsängste gegenüber älteren Mitgliedern haben. Hervorheben kann man auch das alljährlich mit großer Begeisterung wahrgenommene Zeltlager im Pfälzer Wald. Die Jugend ist mit einem eigenen Vertreter im Vorstand präsent. Dadurch wird die Jugend in das Vereinsleben eingebunden und ist so für spätere Aufgaben gerüstet. Das macht uns stolz und bildet eine fruchtbare Grundlage für den Fortbestand der Concordia. Aus diesem Grund freut sich die Concordia, insbesondere in einer Zeit überbordenden Freizeitangebots, auch über jeden jungen Sänger.


Nicht nur anlässlich von Jubiläen wollen wir in Dankbarkeit der Mitglieder, insbesondere der Sänger und Vorstände in all den Vorjahren gedenken, die es uns ermöglichten, deren Früchte zu ernten, Feste zu feiern, im Gesangverein familiäre Freude zu erfahren und unbedrängt von Kriegswirren und politischen Vorgaben, das zu singen, was uns Freude bereitet.


Dieses Jahr, in dem wir mit 46 eingetragenen aktiven Sängern unser 140-jähriges Bestehen feierten, zeigte uns die Vielfalt der Aufgaben, die noch vor uns liegen. Dass die Concordia ein aktiver, lebendiger Verein ist, der weit über die Regionalgrenzen hinaus bekannt ist, zeigt auch eine Einladung nach New Orleans, USA aus dem Februar 2023, die wir gerne im November 2024 annehmen.

                               2024 überarbeitet und ergänzt von

                               Erich Jakob, Hans-Peter Hirschmann

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